EPILEPTIKER – Versuchskaninchen der Pharmaindustrie 

Aloha meine Lieben,

wie versprochen folgt hier die Fortsetzung zu meinem letzten Beitrag. Ich berichte euch über meine Erfahrungen mit den Medikamenten bei Epilepsie. Vorab sage ich bewusst, dass ich nur 2 Anfälle im Abstand von 6 Jahren hatte. Ich denke, dass Menschen die stark an Epilepsie leiden,  die Antiepileptika nehmen sollten und Homöopathie höchstens als ergänzende Therapie in Betracht ziehen sollten.

Ich muss außerdem sagen, dass die Medikation erst nach dem 2. Anfall begonnen hat.
Ja, ihr seht richtig, ich habe innerhalb eines Jahres 4 verschiedene Medikamente durch.

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Keppra

Keppra welcher den Wirkstoff Levetiracetam enthält. Ich kann mich noch genau erinnern, ich war so aggressiv durch diese Dinger. Meine Familie hat mich gar nicht mehr wiedererkannt. Meine Haut gleichte einem Schlachtfeld. Ich habe mich gefühlt als wäre ich komplett auf Drogen. So stelle ich es mir zumindest vor. 😁 Ich hatte unglaublich schreckliche Sprachstörungen, war nur am rumstammeln. Das war mir so furchtbar unangenehm. Ich liebe es zu reden, ich rede den ganzen Tag und dann merkst du auf einmal, dass es nicht mehr so geht wie vorher oder wie du es gerne möchtest? Ich kann euch eines sagen, es war so unglaublich schrecklich. Ich habe also entschieden, da muss was passieren. So kann ich nicht weiter leben.

Lamotrigin

Ich habe einen Termin bei einem Neurologen gemacht, dessen Spezialgebiet Epilepsie ist.  Also ging ich hin und habe mit ihm über eine Alternative gesprochen, so kamen wir zu Lamotrigin. Er hatte aufgrund meiner Hautprobleme seine Bedenken, aber ich dachte Hauptsache weg von diesem Keppra. Nun am Anfang ging es mir relativ gut mit dem Medikament. Bis ich merkte, dass meine Glieder immer mehr schmerzten. Ich dachte nur: „Boah, wenn es jetzt schon so schmerzt willst du gar nicht alt werden.“ Also habe ich meinen Neurologen aufgesucht und ihm von diesen Schmerzen erzählt. Dieser belächelte dies nur und hat in seinem schlauen Buch nachgelesen und meinte: „Nein, das kann nicht sein, hatte noch nie jemand meiner Patienten. Vielleicht haben sie Rheuma.“ Ich dachte nur:  „Ist das sein Ernst. Ich nehme ein Medikament und merke, wie mein kompletter Körper schmerzt und auf einmal soll ich Rheuma haben?!“ Ich hatte vorher NIE solche Probleme. Seit dem Tag, war der Arzt für mich kein Thema mehr.  Klar bin ich mir dumm vorgekommen, schon wieder ein Medikament welches ich nicht vertrage, aber man soll schließlich auf seinen Körper hören und das tat ich.

Orfiril

Also ging ich zu meinem Hausarzt. Er erzählte von seinem Patienten, welcher auch unter epileptischen Anfällen litt. Diesen hatte er mit Orfiril  behandelt, welches den Wirkstoff Valproinsäure enthält. Der Patient hatte damit keinerlei Probleme, bei Männern ist es kein Problem. Nachdem ich die Medikation begonnen habe,  entwickelte ich einen unnatürlich großen  Appetit,  man kann schon sagen Heißhunger auf alles, aber wenigstens hatte ich keine Gliederschmerzen mehr. Ich empfand das als geringeres Übel, obwohl ich das mit der Gewichtszunahme natürlich super mies fand.  Dann kam der Termin in der Spezialklinik im Mara Bielefeld. Hier wurde erstmal geschaut ob es wirklich Epilepsie ist usw. Hier haben wir auch entschieden das Orfiril auszuschleichen. Denn für Frauen im gebährfähigen Alter ist es nicht geeignet, da es zu Missbildungen des Ungeborenen führen kann. Also gab es wieder eine Medikamentenumstellung.

Apydan

Dann kam mein jetziges Medikament Apydan extent mit dem Wirkstoff Oxcarbazepin ins Spiel. Appetit hatte ich nach wie vor, aber es häuften sich auch viele andere Probleme,  wie z. B.: Konzentrationsprobleme, welche ich gerade in der Schule nicht gebrauchen kann. Ich merkte, wie ich gegen meinen eigenen Körper ankämpfen musste und ich versuchte mein Gedächtnis wieder zu  trainieren. Dieses Medikament hat  für mich die wenigsten  Nebenwirkungen, doch ganz zufrieden bin ich damit trotzdem nicht.

Alternativen?!

Ich wollte ganz weg von den Medikamenten, also habe ich mich nach Alternativen umgesehen, nach einem Arzt/Homöopathen welcher mich mit dieser Krankheit behandelt.

Tatsächlich habe ich einen Homöopathen gefunden und wir sind dabei die Medis auszuschleichen und mit Globulis weiterzumachen.

Fortsetzung folgt. 🙂

Jetzt seid ihr dran!

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wollt ihr mehr darüber erfahren? Dann lasst mich davon wissen! Ich freue mich über eure Nachrichten und Kommentare.

Ich freue mich, wenn Ihr bald wieder vorbeischaut!

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 Bildrechte: Annabellovic

 

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